09 Mai, 2012

TOBBY im Arsenal, Fassbinder im .CHB

Am Freitag, den 11.05.2012 werde ich im Berliner Kino Arsenal über das Erbe der Oberhausener diskutieren. Zuvor (20 h) wird der rare Jazz-Film TOBBY (D 1961) von Hansjürgen Pohland gezeigt. Einführung: Ralph Eue. Weil das Arsenal-Programm davor und danach auch interessant ist, hier der Programmausriß mit Kontext:


In Sachen Oberhausen siehe auch: *

In Konkurrenz dazu eröffnet Fassbinders WELT AM DRAHT (D 1973) um 19.30 h im Zeughauskino die Revolver-Veranstaltungsserie „Hands on Fassbinder”.

Am Samstag geht es dann richtig los im .CHB. Unter der Überschrift „Fassbinder heute” (17 h) werde ich auch mitsprechen. Mehr hier.

29 April, 2012

Angriff der Gegenwart

Unter der Überschrift „Angriff der Gegenwart” mache ich am 7. Mai 2012 ein neues Revolver Live (Volksbühne/Roter Salon), und zwar mit Jessica Krummacher (TOTEM), Hannes Lang (PEAK), Maximilian Linz (DAS OBERHAUSENER GEFÜHL) und Timo Müller (MORSCHOLZ). Vier Debüts, vier junge Stimmen, die so etwas wie eine neue Generation bilden - im Gespräch über Ästhetik, Politik und Gegenwart des deutschen Kinos. Mehr dazu hier.

22 April, 2012

Zeitung lesen



Was die Welt mit ihrem Bild in den Medien zu tun hat - darum geht es in meinem nächsten Projekt, einem Thriller um einen Journalisten, der in das Kraftfeld einer Lobby gerät. Aber auch in FALSCHER BEKENNER und UNTER DIR DIE STADT spielen falsche Schlagzeilen eine gewisse Rolle. Oben lesen Manfred Zapatka und Viktoria Trauttmansdorff im fiktiven Boulevardblatt „MG” (Fake von Melanie Polack), unten studiert Angelika Bartsch die erfundene Finanzzeitung „Intl. Banking” (Fake von Kikkerbillen).

15 April, 2012

Robust?

Letzte Woche war ich in Dreux, um vor Schülern eine „leçon de cinéma” zu geben. Anhand von Ausschnitten – aus meinen und anderen deutschen Filmen, von Wenders bis Fleischmann – sollte ich zum Thema „Deutschland filmen” sprechen. Ich war also auch als Botschafter gefragt. Das Interessante war die Inbrunst, mit der ich unwillkürlich auf Ausschnitte hoffte, die die jungen Franzosen für das Kino meines Landes einnehmen würde. Nicht nur meine eigenen Filme, auch die der Kollegen wünschte ich mir weniger verletzlich, eindeutiger „gut”. Nach der Lektion bin ich darüber mit meinem Gastgeber (dem Kritiker Thierry Méranger) ins Gespräch gekommen. Wie fragil das deutsche Kino doch sei, meinte ich, ausweislich der gewählten Ausschnitte, und wie beneidenswert mir in diesen Augenblicken die amerikanische Stabilität erschiene. Er erzählte, dass es ihm bei der Zusammenstellung eines US-Independent-Programmes im letzten Jahr darum gegangen sei, amerikanische Filme zu zeigen, so „zerbrechlich wie unsere”. Dann sprachen wir von gelegentlichen Versuchen des französischen Kinos, zu einer „amerikanischen Robustheit” vorzustossen. Jacques Becker fiel uns ein, Jean-Pierre Melvile mit Abstrichen, Louis Malle in einigen Filmen. Vielleicht war Robustheit auch, was Truffaut suchte, auch wenn mich die härter gebackenen Filme nicht überzeugen. Und ist nicht Fassbinders Para-Hollywood der späten Jahre einer ähnlichen Sehnsucht geschuldet? Nichts „beschützt” einen Filmemacher so gut wie die Konvention - aber in der Konvention wirklich lebendig zu bleiben, das gelingt nur wenigen Europäern.

13 April, 2012

Virus

„Psychologische Plausibilität ist ein Virus, gegen den die Wirklichkeit immun ist.”

12 April, 2012

Blattschuss




„Von allen Dingen, die man der Berliner Schule vorwerfen kann, ist der Mangel an Unverschämtheit und Zumutung das Tödlichste.”

(aus einer Unterhaltung)